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Vortrag im Museum zum Abschluss des Spirituellen Sommers

"Von Heiligenbildern und Schutzengeln", so lautete das Thema eines Vortrags im Museum Holthausen.

Bei wem hängen sie nicht zu Hause an der Wand oder wer trägt nicht einen Schutzengel bei sich? Auch in der heutigen, schnelllebigen Zeit, in der der gelebte Glaube bei weitem nicht mehr so gängig ist wie vor hundert Jahren, findet man in vielen Häusern und bei vielen Menschen diese Zeichen des Glaubens.

Mit dem Abschluss des Spirituellen Sommers 2014 referierte die Kulturwissenschaftlerin Dr. Heike Plaß aus Münster und gab den Gästen in einem reichlich bebilderten Vortrag einen Einblick in die Bedeutung früher und heute sowie in die Vielfältigkeit dieser Glaubensbeweise.

In Heiligenbildern werden nicht nur einzelne Heilige dargestellt, zum Teil finden sich dort ganze biblische Szenen wieder.

Da gibt es Engel, Christusdarstellungen, Mariendarstellungen oder den guten Hirten mit seinen Schafen - sie alle strahlen eine gewisse Ruhe und Harmonie aus und sind nicht nur in künstlerischer Hinsicht erwähnenswert. In den Bildern ist auch eine gewisse "Vorbildfunktion" zu bemerken.

Ob als dekorativer Wandschmuck, als kleiner Handzettel in Gebetsbüchern, als Kreuz, Weihwasserbecken oder Rosenkranz - die Zeichen des Glaubens sind in unterschiedlichsten Formen erhältlich.

Im Vortrag wurde auch deutlich, welche Bedeutung und Funktion diese religiösen Objekte und Darstellungen früher und heute hatten/haben.

Wann sind sie gefragt? Von wem? Sind sie eine Modeerscheinung?

Zu all diesen Fragen gab Dr. Heike Plaß eine Antwort.

Auch langjährige Kirchenmaler im Sauerland waren Thema in dem etwa einstündigen Vortrag.

Im Museum Holthausen findet man eine eigene Abteilung zum Thema Volksfrömmigkeit im Sauerland.

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